Seit der Gründung im Jahr 1867 verfügte die Melker Feuerwehr über 30 Einsatzfahrzeuge. 17 von ihnen wurden im Lauf der Jahre außer Dienst gestellt und an andere Feuerwehren, Museen oder Privatpersonen verkauft. Einige ehemalige Einsatzfahrzeuge wurden in einer privaten Initiative um unseren ehemaligen Kommandanten Karl Reiter zurück erworben und liebevoll restauriert.

Autospritze Austro Fiat IC (1928 - 1945)

Das erste Fahrzeug und seinerzeit der ganze Stolz der Melker Feuerwehr. Als eines der ersten Feuerwehrfahrzeuge in der Umgebung war es in einem großen Radius bei Einsätzen dabei. Die Ausrüstung war der Zeit entsprechend spartanisch. In den Wirren der letzten Kriegswochen ging das Fahrzeug verloren.

Löschfahrzeug / Kraftfahrspritze 15 (1941 - 1945) 

Klöckner Humbolt - Deutz Aufbau: Magirus

Feuerwehrhilfsfahrzeug Ford Canada (1947 - 1957)

Das erste Fahrzeug nach dem zweiten Weltkrieg stammte aus alten Armeebeständen der Siegermächte. Es verfügte über einen Planenaufbau, auf dem Material und Mannschaft transportiert wurde. Das einzige existierende Foto wurde übrigens zufällig beim Standort des jetzigen Feuerwehrhauses aufgenommen.

Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe (1951 - 1975) Ford Canada Aufbau Rosenbauer

Zwischen der Indienststellung des Hilfsfahrzeugs und des Löschfahrzeugs liegen nur vier Jahre. Trotzdem sieht man den deutlichen technischen und wirtschaftlichen Fortschritt. Das Fahrzeug befindet mittlerweile im Besitz des Museums der Berufsfeuerwehr Wien.

Mannschaftstransportfahrzeug (1955 - 1958) Ford FK 1000

Als Spende einer Baufirma bekam die Melker Feuerwehr einen Kleinbus der Marke Ford. Das Fahrzeug stand allerdings nur drei Jahre im Einsatzdienst bevor es in den Besitz der Stadtverwaltung ging.

Tanklöschfahrzeug 2000 (1963 - 1987) Steyr 386 Aufbau: Rosenbauer

Eines der ersten Tanklöschfahrzeuge im Bezirk Melk. Deshalb war auch dieses Fahrzeug oft überregional im Einsatz. Ausgestattet mit einem 2000l Wassertank und einer Hoch- und Normaldruckeinbaupumpe diente das TLF in erster Linie zur Brandbekämpfung. Nach der Ersatzanschaffung 1987 wurde das Fahrzeug an eine Feuerwehr im Waldviertel verkauft, von der es 1995 privat zurückgekauft und restauriert wurde.

Kommandofahrzeug (1968 - 1988) VW Bully

Das Fahrzeug diente als Führungsfahrzeug bei Einsätzen. Es wurde 1988 an Ing. Rath verkauft.

Rüstanhänger 750 (1972 - 1976) Aufbau: Rosenbauer

Als Reaktion auf die geänderten Anforderungen an die Feuerwehr wurde dieser Anhänger vom niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband in Melk stationiert. Er wurde schon vier Jahre später durch ein Rüstfahrzeug ersetzt.

Öleinsatzfahrzeug (1973 - 2003) Ford Transit Ausbau Rosenbauer

Ein Fahrzeug für Schadstoffeinsätze der ersten Generation. Ausgestattet war es neben einer 250kg Pulverlöschanlage mit Auffangbehältern, Ölbindemittel, Dichtmaterial und Gefahrstoffpumpen.

Leichtes Löschfahrzeug (1975 - 1996) Opel Blitz 2,1 Aufbau: Rosenbauer

Der Ersatz für das Löschfahrzeug aus den Nachkriegsjahren. Ausgestattet mit einer Vorbaupumpe und einer Tragkraftspritze (TS 75) diente dieses Fahrzeug zur Brandbekämpfung und zum Mannschaftstransport. Beliebt war das Fahrzeug vor allem bei den jüngeren Feuerwehrmitgliedern auf Grund der zahlreichen, leicht zu provozierenden Fehlzündungen.

Drehleiter 18 (1976-1995) Opel Blitz Aufbau Just

Die auf einem gebrauchten Fahrgestell montierte, mechanisch Leiter musste mit Muskelkraft in Stellung gebracht und ausgezogen werden. Durch den fehlenden Rettungskorb waren die Einsatzbereiche des Fahrzeugs limitiert. Ein Modell des Fahrzeugs gab es von der Firma Wiking im Maßstab 1:87.

Rüstfahrzeug (1976-1995) Mercedes UNIMOG Aufbau Rosenbauer

Die Antwort auf das veränderte Einsatzprofil der Feuerwehren. Ausgestattet mit einem der ersten hydraulischen Rettungsgeräte im Bezirk war das Fahrzeug in einem großen Umkreis zur Menschenrettung einsetzt. Das Rüstfahrzeug zeichnete sich vor allem durch die außerordentliche Geländegängigkeit aus.

Tanklöschfahrzeug-Allrad 3000 (1987-2013) Steyr 15S21 / Rosenbauer

Das Tanklöschfahrzeug der zweiten Generation erfüllte über 26 Jahre seine Aufgaben und wurde im Laufe der Jahre mehrfach an die steigenden Aufgaben adaptiert. So wurde nachträglich eine Hochdruckstraßenwaschanlage eingebaut, ein Druckbelüfter, ein Motortrennschleifer und ein Teil unserer Schadstoffausrüstung verlastet.

Kranfahrzeug 10 (1988-2003) Steyr 1491 S 320V8

In Eigenregie aus einem gebrauchten Fahrgestell und Kran zum Einsatzfahrzeug ausgebaut. Das Fahrzeug diente in erster Linie zur Bergung von PKW.

Mannschaftstransportfahrzeug (1988-2007) Peugeot J5

Das Fahrzeug diente vor allem dem Transport von kleineren Geräten und -wie der Name verrät- der Mannschaft sowie für Versorgungsfahrten.

Schweres Rüstfahrzeug Steyr (1992-2017) 16S23 4x4 / Rosenbauer

Damals modernster Stand der Technik führt das SRF eine Vielzahl an Ausrüstungsgegenständen zur Bewältigung technischer Einsätze mit. Heckseitig war ein Kran der Firma Palfinger Modell P 80 und ein hydraulisch ausfahrbarer Abschleppgalgen montiert. Zur Ausstattung zählten u.a. ein Einbaugenerator, ein Notstromaggregat, zwei Tauchpumpen, ein Nass-/ Trockensauger, diverse Hebekissen, ein Leichtschaumgenerator, ein Schweißgerät, Rangierrollen, Schanzwerkzeug, eine Säbelsäge, eine Motorsäge, ein hydraulischer Lichtmast, diverse Beleuchtungskörper und Kabeltrommeln. Zur Menschenrettung wurden Notfalltasche, Stifnecks, Schaufeltrage, Spineboard, Rettungsboa und Ferno KED mitgeführt.

Drehleiter (1995-2023) Steyr 16 S 23 4x2

Die Drehleiter dient zur Brandbekämpfung und zur Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen. Das Fahrzeug verfügt über einen vierteiligen Leiterpack mit abnehmbaren Rettungskorb. Es lassen sich dadurch Arbeitshöhen von bis zu 3ß0 m erreichen. Die Leiter lässt sich sowohl über einen Bedienstand am Drehkranz als auch über den Rettungskorb steuern. Mit den am Korb vorhandenen Aufnahmevorrichtungen können unter anderem ein Wenderohr (Wasserwerfer), eine Abseilvorrichtung, Flutlichter und eine Halterung für Krankentragen montierte werden. Die Drehleiter mit Korb wurde 1992 im Rahmen einer Sonderaktion des NÖ Landesfeuerwehrverbandes beschafft. 70% der Anschaffungskosten wurden über eine Sonderförderung vom NÖ LFV getragen.

Kleinlöschfahrzeug-Wasser (1996-2022) Mercedes 814D / Lohr

Das KLF-W diente ursprünglich als „Vorausfahrzeug" bei allen Einsätzen der Melker Feuerwehr. Bei der Planung wurde besonders auf kompakte Außenmaße geachtet, damit alle Bereiche der Altstadt und des Stifts erreicht werden können. Auch auf der Autobahn bewährte sich das wendige Fahrzeug. Nachteil dieses Konzepts war jedoch, dass nach etlichen Jahren im Einsatzbetrieb jeder freie Zentimeter mit Ausrüstungsgegenständen belegt war. Mit Indienstellung des neuen HLF3 im Jahr 2014 wurde das KLF-W vom Erstangriffsfahrzeug auf ein reines Branddienstfahrzeug rückgebaut. So wurde zum Beispiel das Hydraulische Rettungsgerät durch einen Druckbelüfter ersetzt.

Kommandantenfahrzeug (2000-2007) VW Golf Variant

Das Fahrzeug diente als Fahrzeug des Einsatzleiters. An Bord waren neben Kleinwerkzeug, Handfeuerlöscher, Brandschutz- und Hydratenplänen sowie Funkgeräten auch ein kleiner Kopierer und eine erweiterte Erste Hilfe Ausrüstung.

Kommandantenfahrzeug (2007-2012) Honda


Das Fahrzeug diente als Fahrzeug des Einsatzleiters. An Bord waren neben Kleinwerkzeug, Handfeuerlöscher, Brandschutz- und Hydratenplänen sowie Funkgeräten auch ein kleiner Kopierer und Notarztkoffer.

Versorgungsfahrzeug (2013-2018) Volkswagen Caddy

Dieses Fahrzeug diente in der Regel für Kleineinsätze wie zb. kleine Ölspuren, Tierrettungen, Türöffnungen und Aufzugsbefreiungen. Außerdem konnte auf der großräumigen Ladefläche Material aus dem Einsatzmittellager zur Einsatzstelle gebracht werden.

Versorgungsfahrzeug (2019-2022) Volkswagen T5

Dieses Fahrzeug diente in der Regel für Kleineinsätze wie zb. kleine Ölspuren, Tierrettungen, Türöffnungen und Aufzugsbefreiungen. Außerdem konnte auf der großräumigen Ladefläche Material aus dem Einsatzmittellager zur Einsatzstelle gebracht werden.

Versorgungsfahrhrzeug-Allrad (2002-2025) MAN 14.224 LA-LF

Das VFA wurde im Rahmen des Tunnelsicherheitskonzeptes der Österreichischen Bundesbahnen vom NÖ Landesfeuerwehrverband entwickelt und von der HLAG der Melker Feuerwehr zur Verfügung gestellt. Durch die Bestückung mit Rollcontainern wird eine Flexibilität bei der Beladung und beim Transport der Ausrüstung an der Einsatzstelle erzielt.
Die Container der "Erstausstattung" beinhalten Ausrüstungsgegenstände zur Technischen Hilfeleistung bei Zugsunfällen (leistungsstarke hydraulische Rettungsgeräte,...) und Materialien zur Einrichtung der Infrastruktur bei größeren Einsatzszenarien. Im Lauf der Zeit wurden von Mitgliedern der Melker Feuerwehr immer mehr Rollcontainer entwickelt, die im Wechsel der ursprünglich ausgelieferten Modelle verlastet werden können. Alle Rollwagen können auch mit dem WLA - Katastrophenschutz transportiert werden. Dadurch erhöht sich die Flexibilität und Ausfallsicherheit.
Zusätzlich zu den Rollcontainern befinden sich am VFA noch die Ausrüstung zur Rettung aus Höhen und Tiefen (Seile, Karabiner, Abseilachter, Gurte,...) und die Schleifkorbtrage. 2025 wurde das Fahrzeuge aus dem Einsatzdienst ausgeschieden und durch ein Wechselladefahrzeug mit WLA Logistik ersetzt.

Atemluftfahrzeug (2002-2025) MAN 15.225 LLC

Das ALF ist im Rahmen des Tunnelsicherheitskonzepts von den Österreichischen Bundesbahnen der Melker Feuerwehr zu Verfügung gestellt worden. Es soll die eingesetzten Atemschutztrupps bei Tunnelunfällen (und natürlich auch allen anderen Einsätzen) unterstützen.
Über "Quickfill"- Anschlüsse können Atemschutzgeräte wieder befüllt werden, ohne dass sie der Träger abnehmen muss.
200 bar - Druckluftflaschen können über einen Druckausgleich mit dem Pufferspeicher binnen weniger Sekunden vollständig befüllt werden. 300bar Flaschen können mit diesem Verfahren nur teil befüllt werden, der Rest muss direkt mit dem Kompressor eingebracht werden.
Um die Effizienz des ALF zu steigern können die Atemluftpufferflaschen mit externen Kompressoren (ergänzend zum eingebauten) befüllt werden.

2025 wurde das Fahrzeuge aus dem Einsatzdienst ausgeschieden und durch einen WLA Atemluft ersetzt.