Feuerwehrmedizinischer Dienst (FMD)

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Sachbearbeiter: René Kerschbaumer, DGKP, NFS NKV

Aufgaben Feuerwehrmedizinischer Dienst:
Das Aufgabenspektrum des FMD ist sehr umfangreich - unter anderem umfasst es:
Aus- und Fortbildung der eigenen Mannschaft in Erster Hilfe, Organisation von Impfaktionen, die Durchführung von Untersuchungen bzw. Leistungstests, Erstversorgung von KameradInnen bei Einsätzen, Übungen und anderen Feuerwehraktivitäten, Überprüfung und Bereithaltung der Notfall-Ausrüstung und die Erstversorgung von verletzten bzw. erkrankten Personen gemeinsam mit dem Rettungsdienst. 

Das FMD Team:
In den Reihen der Melker Feuerwehr gibt es einen Notarzt (Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin), vier NotfallsanitäterInnen (mit Notfallkompetenzen - NKV) und zwei Rettungssanitäter, die alle aktiv im Rettungsdienst tätig sind. Dadurch gibt es bei Einsätzen enge Kooperation mit den örtlichen Rettungsdiensten. Bei einer größeren Anzahl von Verletzten bzw. falls die Einsatzmittel des Rettungsdienstes noch auf Anfahrt sein sollten, ist es durch die umfangreiche Ausrüstung und aufgrund der vorhandenen Fachkräfte möglich qualifizierte und erweiterte notfallmedizinische Versorgung zu leisten. 

Aus- und Fortbildung:
Die Einsatzmannschaft der Melker Feuerwehr ist in Erster Hilfe, Basic Life Support inkl. der Nutzung von Defibrillatoren (AED) und in Hinsicht auf die Versorgung bzw. speziellen Rettungsmaßnahmen (inkl. Wärmeerhalt) bei Trauma-Patienten ausgebildet. Regelmäßig werden Szenarien trainiert bzw. der Umgang mit den zahlreichen Gerätschaften geübt.


Ausrüstung (über die Norm-Ausstattung hinausgehend):

Basic Life Support (BLS):

- In den Einsatzfahrzeugen die keine erweiterte Ausrüstung mitführen wurde der Norm-EH KFZ Kasten mit einem CAT Tourniquet, einem Israeli Bandage Druckverbandsystem sowie mehreren Alu-Rettungsdecken erweitert. 
- Auf allen Gruppen-Fahrzeugen befindet sich eine Notfalltasche mit umfangreicherer Ausrüstung.
- In allen Funktionskennzeichnungswesten (GrKdt., EL, DF) befindet sich ein Mini First Aid Kit (CAT Tourniquet GEN 7, Israeli Bandage, Alu-Rettungsdecken, Beatmungsfolie).

Advanced Life Support (ALS Rucksäcke):
Zur erweiterten Versorgung von Notfallpatienten durch den Notarzt der Melker Feuerwehr bzw. durch am Einsatzort anwesende Ärzte oder Notfallsanitäter werden im KDO und im HLF3 ein speziell ausgerüsteter Notfallrucksack (PAX Wasserkuppe) mitgeführt. Neben Medikamenten (med. Sauerstoff, u.v.m.) und Infusionen sind u.a. Materialien zur endotrachealen Intubation vorhanden, und es kann ein Basis-Monitoring durchgeführt werden.

MANV Kit (Massenanfall Verletzte):
Um bei Großunfällen rasch typischerweise initial nicht in ausreichender Stückzahl zur Verfügung stehendes medizinisches Material zum Einsatz bringen zu können befindet sich im Kommandofahrzeug ein umfangreiches aber kompaktes Set mit:
- 8 Stk. großflächige AluTEX Brandwundenverbände (in der Größe eines Leintuchs)
- 20 Stk. CAT Tourniquet GEN. 7
- 20 Stk. ISRAELI BANDAGE Druckverbandsystem
- 5 Stk. QuikClot GAUZE
- 40 Stk. ALU Rettungsdecken
- 30 Stk. Einwegdecken
- 10 Stk. Rettungstragetücher "Fast Stretcher”
  
Temperaturmanagement:
Auf den Gruppen-Fahrzeugen, in allen BLS Kits, ALS Kits sowie in allen Spineboard Zubehörtaschen) befinden sich Materialien zum Temperaturmanagement bei einer größeren Anzahl von Personen oder Verletzten.
Passiv: 
- Aludecken
- Einwegdecken
Aktiv: 
- Einweg-„Wärmedecken" (Ready Heat, selbsterwärmend)
Die Vermeidung einer Unterkühlung ist insbesondere bei schwerverletzten Patienten von enormer Wichtigkeit.

Blutungskontrolle:
- Combat Application Tourniquets (CAT Gen. 7)
- Israeli Bandage Druckverbandsysteme
- T-POD Responder Beckengurten 
und das Hämostyptikum QuikClot sind in den verschiedenen Sets der FF Melk vorhanden.
 
AED (Defibrillatoren):
Das HLF 3, welches bei den meisten unseren Einsätzen als erstes Fahrzeug vor Ort ist, führt einen Defibrillator mit. Ein weiterer AED befindet sich im Kommandofahrzeug KDO. Diese AEDs können von der gesamten Mannschaft bedient werden.
 
Schleifkorbtragen, Rolltragensysteme und MULE Litter Carrier:
Zur Rettung von Patienten aus unwegsamem Gelände, sowie Höhen und Tiefen verfügt die FF Melk über zwei Schleifkorbtragen mit dazugehörigen Materialien (Seilspinnen, Karabiner, Abseilgeräte, ...). 
Zum Transport über längere Wegstrecken verfügen wir auch über ein "MULE" Fahrgestell das mit einer Schleifkorbtrage kombiniert werden kann, und somit die Schleifkorbtrage in eine extrem geländegängige Fahrtrage verwandelt. Zwei "Rolltragensysteme” SKEDCO und MEDSLED vervollständigen die Rettungsmöglichkeiten der FF Melk. Diese beiden Systeme sind ebenfalls für horizontale oder vertikale Rettungen (z.B. aus einem Schacht) sowie bestens für Rettungen aus schwierigem Gelände geeignet.

Hygiene:
Über die Ausstattung mit den üblichen Materialien (Einweghandschuhe und Schutzmasken) hinaus gibt es diverse „leichte" Einwegprodukte (Stiefel-Überzüge, Ärmelschoner, ...) die z.B. bei der Bergung von Leichen zum Einsatz kommen können.

Immobilisation:
-"Stifneck" Select (pediatric + adult) in den Spineboard Zubehörtaschen sowie in den ALS Rucksäcken
-Im HLF 3 und im VFA befinden sich Schaufeltragen. 
Weiters sind fünf Spineboards (mit Speedclips und Spiderstraps) sowie Rettungsboas vorhanden.

Atemschutz-Sammelplatz (ALF), A-Boot, Wachausstattung und Jugendfeuerwehr:
Im Atemluftfahrzeug befindet sich eine umfangreiche Notfallausrüstung zur Absicherung bzw. Untersuchung von AtemschutzgeräteträgerInnen auf einem Atemschutz-Sammelplatz. 
Weiters steht der Bootsbesatzung auf unserem A-Boot ein wasserdichter Notfallkoffer zur Verfügung (Inhalt speziell auf Wasserdienst-Einsätze ausgerichtet). Auf der Hauptwache und in der Wache Donau sind Notfalltaschen mit BLS Equipment stationiert.
Zu guter Letzt hält die Feuerwehr Melk einen eigenen JF Erste Hilfe Rucksack mit Instant Cold Bags, verschiedenem Verbandmaterial, u.v.m. für die Jugendfeuerwehrgruppe vor, damit auch deren Aktivitäten ausreichend abgesichert sind.


Unser DANK gilt der Fa. MEDICALSCA die uns großzügig mit Wissen und mit Ausrüstungsgegenständen unterstützt: https://www.medicalscg.de/at/

THANK YOU, DORIS and WALTER !!!

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